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Malediven

1:72, gebaut von Tino Rückriem

Die Idee zu diesem Diorama kam mir, nachdem wir unseren Traumurlaub 2012 auf den Malediven auf der Insel Conrad Maldives Rangali Island (Hilton) verbracht haben. Der Bausatz der DHC-6 Twin Otter stammt von MATCHBOX aus dem Jahr 1986 und wurde im letzten Jahr von REVELL wieder aufgelegt. Der Bausatz entspricht natürlich nicht mehr dem Original, nach und vor allem wegen einer enormen Umbauarbeit.
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Baubericht

Ich begann mit der Passagierkabine (im Bausatz nicht vorhanden), welche ich aus Plastikprofilen und Messingdraht hergestellt und anschließend bemalt habe (siehe Bilder).

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Anschließend fertigte ich die Schwimmer an, bei denen ich ähnlich aufwendig korrigieren musste.

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Um dem Betrachter später einen Blick in das Innere des Flugzeuges zu ermöglichen, habe ich die Tür zum Cockpit und die hintere Einstiegstür aufgeschnitten.

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Am Rumpf und an den Flügeln habe ich nur Details geändert, darunter an der Antenne, der Einstiegsleiter, der hinteren Einstiegstür für die Passagiere und den Cockpitfenstern. Die Stützstreben zwischen Rumpf und Flügeln habe ich um 2,0 mm verlängert, da die Bausatzzugehörigen zu kurz waren.
Bei der Lackierung kamen drei Hauptfarben zum Einsatz:
Blau: REVELL Nr. 52 ca. 80% glänzend und REVELL Nr. 04 ca. 20% glänzend; Gelb: HUMBROL Nr. 69 glänzend; Weiß: REVELL Nr. 04 glänzend; Klarlack: ALCLAD.

Für die Decals verwendete ich Bögen von TWO SIX DECALS aus dem niederländischen Onlineshop www.airline-hobby-cstore.com. Die Lackierung war sehr aufwendig, denn die Decals bestehen ausschließlich aus Schriftzug und Logo der Airline, sowie einem Bild springender Delphine auf den Schwimmern. Allein der Rumpf wurde dreimalig abgeklebt und lackiert (siehe Fotos).
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Nach der Lackierung begann ich mit der Montage. Dabei mussten die Einstiegsleitern angepasst werden, so dass ich hierfür wiederum Plastikprofile und Messingdraht verwendete.


Für das Diorama fertigte ich zunächst eine Zeichnung an. Die Grundplatte besteht aus Sperrholz und einem Leistenrahmen, die ich beide spachtelte und schliff. Anschließend habe ich den Boden mit Quarzsand beklebt und weiß bemalt.


Danach habe ich den Pavillon an die Grundplatte angepasst und  mit dem Bau begonnen. Dazu fertigte ich wiederum eine Konstruktion aus Plastikprofil an, die ich mit Messingdraht verstärkte. Zuletzt beklebte ich die Konstruktion mit Mahagonileisten. Den Dachstuhl baute ich aus 1-mm starken Mahagoni-Profilen und deckte ihn mit den im Nachhinein bemalten Borsten einer Kleisterbürste. Anschließend fügte ich noch Details dazu, darunter Geländer, einen Schrank und einen Blumentopf. Nun machte ich weiter mit den Ausschnitten der beiden Stege, die ich abermals aus Plastikprofilen und Mahagonileisten herstellte. Dabei entstanden die Haltegestelle für den Ponton mit dem schrägen Laufsteg und dem Hotelschild.

 

Der Ponton selbst war etwas aufwendiger, entstand jedoch aus den gleichen Materialien, nämlich einer Plastikplatte mit Mahagonileisten. Die angedeuteten Ölfässer wurden aus Plastik hergestellt und mit Kupferdraht ummantelt. Die Maße für diese Fässer konnte ich im Internet recherchieren, sodass es mir nicht schwer fiel, eine realistische Optik zu erzeugen.

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Danach bildete ich aus einem Gummischlauch die Autoreifen des Pontons nach. Um die Fotos exakt nachzustellen, band ich sie mit Nähgarn zusammen. Zusätzlich detaillierte ich den Ponton mit Scharnieren, Pollern, Rettungsringen und einer Rettungsausrüstung.
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Bevor das Wasser eingefügt wurde, bildete ich ein kleines Riff mit zwei Haien nach, ursprünglich aus einem Bausatz des Forschungsschiffes Cousteau. Es war mir wichtig, das kristallklare Wasser der Malediven darzustellen, und ich verzichtete somit auf die bisherigen Arbeitsweisen zum Darstellen von Meerwasser.

 

Dazu verwendete ich glasklaren Polygießharz, den ich zuvor mit auf das Meerwasser abgestimmter Abtönfarbe (grünblau) eingefärbt habe, er wurde in zwei Schichten gegossen. Die erste Schicht reicht bis knapp unterhalb des Pontons. Nachdem diese Schicht ausgehärtet war, positionierte ich das Flugzeug. Die zweite Schicht sollte das Flugzeug an dieser Position fixieren und wurde bis auf die Höhe der natürlichen Wasserlinie gefüllt.

 

Das Ergebnis war beeindruckend nahe der Realität, jedoch erschien die Oberfläche viel zu glatt und hochglänzend für eine wellige Meeresoberfläche. Deshalb wurde die gesamte Meerfläche mit glasklarem Silikon überzogen und anschließend mit dem Stiel eines Pinsels ein Wellenmuster nachgebildet. Zu guter Letzt habe ich einige Figuren von PREISER umgestaltet, um dem Diorama ein wenig „Leben“ zu verleihen.

 

Ich bin vom Ergebnis überzeugt und denke, dass sich das Modell sehen lassen kann. (Das Diorama und das Flugzeug wurden anhand weniger Originalfotos erstellt, was eine hundertprozentige Kopie und Übereinstimmung mit dem Original ausschließt.)

 

T. Rückriem


Aktualisierung: 12/11/2017 - 10:35

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