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Suchoj S-37

1:144, REVELL, gebaut von Bert Andermann

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Das Original
Die S-37 ist ein Prototyp für ein schweres Jagdflugzeug der 5. Generation und damit das Gegenstück zur Lockheed F-22. Die Entwicklung begann in den 70er Jahren und noch Ende der 80er Jahre begann der Bau von drei Prototypen. Leider brach mit dem Ende der Sowjetunion 1991 die staatliche Finanzierung zusammen. Trotzdem gelang es Suchoj, wenigstens einen Prototypen fertig zu stellen - aus eigenen Mitteln. 1997 erfolgte der Erstflug. Ein Serienbau scheint aber ausgeschlossen, weil das heutige Russland ökonomisch einfach nicht in der Lage ist alle Projekte aus der Sowjetära weiter zu führen. Wir dürfen aber gespannt sein, wieviel S-37 in Russlands zukünftigen Jäger stecken wird. Denn in irgendeiner Form muß es einen Nachfolger für die Mig-29 und Su-27 geben und sei es nur, um deren Exporterfolge weiter zu führen. Ansonsten ist die S-37 ganz augenfällig eine interessante Maschine. Die Kombination von negativ gepfeilten Tragwerk mit vorderen und hinteren Rudern ist einmalig und soll der Suchoj in Verbindung mit einer ursprünglich vorgesehenen Schubvektorsteuerung eine überlegene Manövrierfähigkeit verleihen. Die Vorteile negativ gepfeilter Tragflügel wie höherer Auftrieb für bessere Langsamflugeigenschaften waren schon in den Pionierzeiten des Strahlflugzeugbaus bekannt. Durchsetzten konnte sich diese Bauweise aber aufgrund der hohen Torsionskräfte und der daraus resultierenden Festigkeitsanforderungen nicht - die Flugzeugzelle wurde einfach zu schwer. Ein weniger augenfälliger Fortschritt liegt in der sehr umfangreichen Verwendung von Kohlefaserwerkstoffen, z.B. für die Beplankung der Flugzeugzelle. Da diese "Bleche" ungewöhnlich großflächig sind, weist die S-37 ein Minimum an Blechstößen und Nieten auf.

Originalgetreue
Die Originalgetreue des Bausatzes ist nicht schlecht, verdient aber auch kein Lob. Im Detail finden sich einfach zu viele Ungenauigkeiten. Beispielsweise sind die Lufteinläufe am Original abgesetzt ausgeführt und an deren Oberseite zieht sich ein markanter Schlitz bis in den Bereich der vorderen Ruder. Der metallene Zylinder auf der Innenseite der Bugradklappe befindet sich hinten und nicht vorne (ist mir leider viel zu spät aufgefallen). Die Tragflügel im Bausatz sind ganz schön dick.

Zusammenbau
Dieser war einfach, dank der guten Qualität. Ärger hatte ich nur mit dem doppelt bereiften Bugfahrwerk (die beiden Räder saßen nicht auf einer Achse) und den Fahrwerksklappen, die eigentlich halbwegs gerade nach unten hängen sollten - tuen sie aber nicht. Ansonsten habe ich mir noch zusätzliche Arbeit gemacht: selbstgezogene Kabinenhaube, modifizierte Lufteinläufe, geöffnete Hilfsluftansaugschächte, ausgefahrene Landeklappen und angesteuerte Heckruder. Desweiteren habe ich die Gravuren beseitigt (verspachtelt), aufgrund der besonderen Oberflächengstaltung des Originals und weil es sich um den Maßstab 1/144 handelt. Insbesondere die angesteuerten Ruder und Klappen sind eher aus Sportsgeist heraus entstanden. Der Sportsgeist brachte mir dann auch reichlich Ärger, weil man bei solch kleinen Modellen selten alles gerade bzw. symmetrisch montiert bekommt.

Bemalung
Hier habe ich mich am Zustand des Originals von 2003 orientiert. Dafür müssen nur ein paar Abziehbilder weggelassen und ein zusätzlicher Stern besorgt werden. Richtig ist es, die Innenseiten der Fahrwerksklappen hellgrau statt rot zu bemalen (zumindest konnte ich bisher nur Beweise für die hellgraue Variante finden). Ein echtes Problem stellten die weiß zu bemalenden Flächen dar, dank des schwarzen Plastik! Ich habe mit einer hellgrauen Grundierung und mehrmaligen Farbauftrag ein ausreichendes aber leider kein gutes Ergebnis erzielt.

Literatur- und Abbildungshinweise:
  • Fliegerrevue 10/1999
  • www.foxbat.ru (Fotoserien zum MAKS durchschauen)
  • www.airliners.net

Aktualisierung: 01/01/2011 - 13:57

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