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Merkava Mk. IV

1:35, LEGEND, gebaut von Jörg Fitzner

Pünktlich zum Erscheinen der Spritzgussbausätze des Merkava Mk. IV habe ich meinen Resinbausatz von LEGEND fertiggestellt, man konnte ja nicht warten. Um es vorweg zu nehmen, ich habe Oktober '07 damit begonnen, da war noch von keiner Ankündigungen von ACADEMY oder HOBBY BOSS für diesen Panzer zu lesen. Als diese dann angekündigt wurden, war ich schon zu weit und habe das Projekt nun bis zum Ende durchgezogen.
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Zum Modell

Der Bausatz wurde in einem sehr stabilen Karton, voll mit einzelnen Tüten geliefert. Neben den Resinteilen gehörten noch Fotoätzteile, Bleifolie, Nylonschnur, Messingkette sowie eine Kugelkette zum Lieferumfang. Die meisten der Resinteile waren mit hervorragenden Details ohne Luftblasen oder Einschlüsse gegossen. Leider können einige Teile, teilweise schon bekannt aus anderen LEGEND-Bausätzen, nicht überzeugen. So waren die Feuerwaffen, Abschleppschäkel sowie die Ketten mit verwaschenen Details, verzogen oder nicht richtig ausgegossen. Dazu später mehr. Abgerundet wurde das Ganze durch zwei DIN A4 Blätter, aufgeteilt in Baustufenfotos sowie einer Seite mit Fotos eines gebauten Modells, als Bauanleitung. Hinweise zu Bemalung und Kennzeichnung waren, wie auch Details, nicht vorhanden.

Zum Bau

Der grundlegende Bau des Modells ging auf Grund der guten Passgenauigkeit schnell voran. Einzige Schwachstelle war der Übergang zwischen Wanne und den beiden Hecktanks. Mit 2K Autospachtel war dieser schnell Geschichte. Das Fahrwerk bekam eine komplette Überarbeitung. LEGEND hatte hier die Ganzmetalllaufrollen (aus dem Umbausatz vom Merkava Mk. III bekannt) beigelegt. Dies mag vielleicht richtig sein, ich entschloss mich jedoch für eine Mischung verschiedener Laufrollen, wie sie auf Fotos sehr häufig zu sehen ist.

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Bild 01+02
Die Ganzmetalllaufrolle bekam eine Gummilauffläche, die anderen wurden unter Zuhilfenahme der Laufrollen aus dem ACADEMY Bausatz Merkava Mk.III umgebaut und mit Silikon/Resin vervielfältigt.
Bild 03
Die Ketten waren der größte Schwachpunkt. Da ich weder mit der Form noch mit dem Guss einverstanden war, habe ich mich entschlossen diese ausgehend von Fotos bzw. des vorhandenen Antriebsrades/Ketten komplett neu zu bauen, was sich im Nachhinein als großer Fehler erweisen sollte. Eine CAD- Zeichnung wurde mittels 3D Software erstellt.
Bild 04
Diese wurde gefräßt, davon Silikonformen hergestellt und mit Resin gegossen.
Als ich die ersten 50 gegossen hatte, setzte ich diese zusammen und platzierte sie unter dem Fahrwerk. Irgendetwas stimmte hier optisch nicht. Ich zog die Fotos noch einmal zu Rate und siehe da, ich hatte zu viele Kettenglieder zwischen der ersten und letzten Laufrolle. Der Fehler war auch schnell gefunden. Das Antriebsrad von LEGEND hat 15 Zähne und damit zu viele (Mk.III ließ grüßen). Zu dem auch zu schmal. Mit Fotos und Mathe kam ich auf eine Anzahl von 13 Zähnen. Also nochmal zeichnen, Fräsen, Silikonformen herstellen und abgießen, abgießen, abgießen.
Bild 05+06
Unter den Laufrollen wurden die Kettenglieder verklebt, der Rest wurde mit Stiften (E-Gitarrenseite 0,18 mm) beweglich zusammengesetzt, um die Kette später einfacher an das Modell anpassen zu können. Dann passte es.
Bild 07
Zwischendurch wurde auch noch schnell das Antriebsrad geändert, wobei auch hier die Fräse (ich liebe sie) wieder zum Einsatz kam.
Bild 08
Die hintere Umlenkrolle wurde aus dem Mk.III Kit von ACADEMY entnommen, da ich diesen sowieso schon geplündert hatte und ich zu faul war, die Gießteile zu verputzen. Es wurden lediglich die Löcher in der Lauffläche nachgebohrt.
Bild 09
Der untere Bereich der Wanne am Bug schloss mit dem Oberteil bündig ab. Fotos zeigten aber, dass der untere Bereich weiter herausstand. Hier wurde mit Polyplatten aufgedoppelt, um die Details wieder herzustellen. Die Abschlepphaken hat, mit einem selbst geätztem Splint versehen, ACADEMY gespendet.
Bild 10
Die Abschleppösen wurden gegen neue aus Frästeilen ersetzt.
Bild 11
Die Abgasgräting entstand aus im Bausatz enthaltenen Ätzteilen. Es wurden lediglich ein paar Nieten hinzugefügt.
Bild 12
Die Schmutzfänger aus Fotoätzteilen wurden gegen neue aus dünnem Aluminiumblech ausgetauscht. Diese konnte man besser verbiegen und auch mal einreißen.
Bild 13
Abschließende Arbeiten an der Wanne waren das Ergänzen der externen Auslöser für die interne Brandlöschanlage.
Bild 14
Hier wurden die Haltegriffe neu gestaltet wie auch die Heißösen.
Bild 15
Die Nebelwurfanlage und die Stützen für die Lucke wurden neu gedreht (sie sind jetzt rund) und die Waffen aus dem ACADEMY implantiert.
Bild 16
Die Ketten des „ Ball and Chain Systems“ am Turmstaukorb sind eine reine Fleißarbeit. Sie werden aus einer Kugelkette und einer feinen Kupferkette zusammengeklebt.
Bild 17+18
Zum Abschluss aller Arbeiten wurde der für die IDF typische Antirutschbelag aufgebracht. Die Bereiche wurden mit Klarlack und Pinsel bestrichen, feinen Sand drüber, warten, abpusten, fertig. Sollte mal was nicht gelingen, Pinsel mit kurzen Borsten, überbürsten und man kann sich noch mal versuchen. Durch die Lackierung wird das ganze nachher noch mal fixiert.


Farbgebung

Der Merkava hat einen einheitlichen Farbton. Als Grundfarbe wurde TESTORS Nr.: 2138 Israeli Armor Sand/Grey über alles lackiert, gefolgt von einem leichten Pryshading um Tiefenwirkung zu erzielen. Darüber wurde nochmals die Grundfarbe übergenebelt, die in mehren Schritten mit anderen Farben variiert wurde, um eine bewegte Oberfläche zu erhalten. Ein anschließendes Washing sowie Trockenmahlen bildeten den Abschluss. Alle Oberflächen aus Stoff wurden mit Ölfarben im Nass- in – Nass - Verfahren bemalt. Die Alterung des Modells wurde mit Pigmenten von MIG und LUCAS Soft Pastellkreide, teilweise im Nassverfahren, vorgenommen.

Fazit

Ein durchaus gelungener Bausatz, der, abgesehen von o.g. Schwächen, in Punkto Detaillierung den von ACADEMY übertrifft. Wer den hohen Anschaffungspreis von ca. 170 € sowie eine Menge Arbeit nicht scheut, bekommt damit ein recht ordentliches Modell auf die Beine gestellt.

Quellen

Marsh Gelbart „Merkava“ – Jochen Vollert, Tankograd Publishing, März 2005, deutsch/englisch,

Bilder via www

Aktualisierung: 06/04/2011 - 12:25

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