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Vought F4U-1 Corsair

1:72, TAMIYA, gebaut von Bert Andermann

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Die Ausstattung des Bausatzes ist überdurchschnittlich gut. Cockpit, Triebwerk und Fahrwerksschächte sind für einen Spritzgussbausatz so gut detailliert, dass ich keinen zwingenden Bedarf nach Zurüstsätzen verspürte. Einzig die Auspuffanlage habe ich neu gestaltet, weil dieses Bausatzdetail leider sehr simpel ausfällt. Und die Räder sind zu breit, entweder man zersägt sie oder besorgt sich Ersatz.

 

TAMIYAS Bausätze sind für ihre sehr gute Passgenauigkeit bekannt. Beim vorliegenden Exemplar waren jedoch die Ober-und Unterteile des Tragflügels nicht deckungsgleich, als wenn eine Hälfte etwas geschrumpft wäre. Bei einen anderen Exemplar konnte ich diesen Mangel dagegen nicht feststellen, weshalb ich wohlwollend von einem Qualitätsausrutscher ausgehe. Und mit etwas kniffligeren Füll-und Spachtelarbeiten im Flügel-Rumpfübergang wurden die Folgen der mangelnden Passgenauigkeit behoben. Dagegen scheinen die Spalten im Fahrwerksschacht, von Klebestellen kann man hier nicht mehr sprechen, ein Konstruktionsmangel zu sein. Zum Glück sind die Fahrwerksschächte am fertigen Modell kaum einsehbar. Als letzter Kritikpunkt sei der viel zu weit abstehende Propeller aufgeführt, er lässt sich aber anpassen.

 

Die Cockpithaube habe ich durch tiefgezogene Teile ersetzt, weil mir Klarsichtteile aus Spritzguss meistens zu dick sind. Die transparenten Abdeckungen der Positonsleuchten (Tragflügel) habe ich dagegen mittels Klarlack und Weißleim dargestellt. Die Positionsleuchten stellen übrigens ein weiteres Thema für die Literaturlektüre dar, hier hat TAMIYA schlichtweg geschludert oder sich die Modifikation der Tragflügelform gespart.

 

Bei der Farbgebung habe ich mich weitgehend an die Bauanleitung gehalten. Dargestellt ist eine Maschine der VMF-124, die u.a. von Lt. Kenneth A. Walsh geflogen wurde, operiert wurde von Landbasen. TAMIYA hat nach meinem Wissen sehr gut recherchiert. Allerdings trug die Maschine ursprünglich Hoheitszeichen der alten Ausführung, welche immer auf sechs Positionen aufgebracht wurden. Höchstwahrscheinlich wurden aber nur die Hoheitszeichen neu lackiert und nicht die ganze Maschine. Außerdem trug die Maschine pro Flügel eine viertes MG, allerdings nur ein aufgemaltes.

 

Trotz kleiner Mängel gefällt mir der Bausatz sehr gut und es gibt bis heute auch keine ernstzunehmende Alternative für eine frühe Corsair.

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Aktualisierung: 08/02/2015 - 13:12

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